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Festlich eingeweiht – die neue Grialetsch-Hütte SAC

Es war eine Punktlandung, die Planer, Projektverantwortliche, Bauarbeiter, Handwerker und die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer hingelegt hatten. Auf den Tag genau konnte der Um- und Anbau der Grialetsch-Hütte SAC im letzten Oktober fertiggestellt werden. Und so fand dann auch die grosse Einweihungsfeier – wie vor 4 Jahren bereits angekündigt – am vergangenen Wochenende 2./3. Juli bei besten Verhältnissen statt.

 

Der Weg schlängelt sich vom Dürrboden am Hang hinauf zur Fuorcla da Grialetsch. Nach ca. eineinhalb Stunden erreicht man den ersten der drei hübschen Bergseen und kurz dahinter wird der Blick auf die Hütte frei. Bei herrlichem Wetter begaben sich gegen 300 Gäste, Einheimische und Interessierte auf diesem Weg hinauf auf 2542 m ü. M., um die Eröffnung der Hütte zu feiern und die Ergebnisse des Um- und Anbaus bestaunen zu können.

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Impressionen Einweihungsfeier Grialetsch-Hütte SAC

Die Hütte verfügt über 58 Schlafplätze und  bietet im Sommer vielen Tagesgästen Platz auf der grossen, sonnigen Terrasse. Der Ansturm am Sonntag war aber auch für dieses Platzangebot aussergewöhnlich, wurde aber dank der Voraussicht des Hüttenwartspaars Tanja und Werner Schweizer und der SAC Sektion Davos jedoch gut gemeistert.

Gleich drei Musikformationen umrahmten die Festivitäten. Die Ländlerkapelle „Stelser Buaba“ sorgte für lüpfige Unterhaltung, während die Musikgesellschaft Zernez, welche in Vollbesetzung vor Ort war, mit ihren Stücken die Einweihungsaktivitäten würdig begleiteten. Das Alphorn-Duo „Blaswerk“ liess mit ihren urigen Melodien die Umgebung wunderlich erschallen.

Bereits am Samstag wurde im kleineren Kreis mit geladenen Gästen, die während der ganzen Planungs- und Ausführungszeit Grosses geleistet hatten, ein gemeinsamer Rückblick auf die Meilensteine gehalten und ein erstes Mal auf den gelungenen Abschluss angestossen.

Unter den Ehrengästen waren unter anderem auch ehemalige Hüttenwarte der Kesch-Hütte SAC und der Grialetsch-Hütte SAC. So erzählte Cécile Reiss, Hüttenwartin bis Ende April 2021 auf Grialetsch, auf welch engem Raum sie damals gelebt hatten und wie vieles sie für den Hüttenalltag improvisieren mussten. Denn der Platz fehlte an allen Ecken und Enden zum Lagern von Lebensmitteln, Brennstoff, Wäsche und vielem mehr. Mit etwas Neid blickte sie auf die neuen, grosszügigen Verhältnisse, mochte diese aber ihren Nachfolgern von Herzen gönnen.

Andreas Schweizer, Mitglied des Zentralvorstands des Schweizer Alpen-Club SAC, überbrachte Grussworte des Zentralverbandes und überreichte eine SAC-Fahne, die sogleich gehisst wurde und die den Hüttenverbund der insgesamt 151 SAC-Hütten weit herum sichtbar machen wird.

Am Sonntag eröffnete Sektionsmitglied und Diakon mit einer Bergpredigt die Einweihungsfeier. Seine Ausführungen zum Stichwort „Hüttengeschichten“ verband er geschickt mit dem Dreiklang „Staunen – Danken – Teilen“.

An beiden Tagen moderierte Fredi Pargätzi professionell durch die Festivitäten. In allen Ansprachen und Verdankungen der verschiedenen Organe wie der Baukommission, der Finanzgruppe, dem Architektenteam, den Behörden, den benachbarten SAC-Sektionen, den Helferinnen sowie Helfern und nicht zuletzt auch dem Hüttenwartspaar mit ihrer Familie, war mehrfach herauszuhören, wie viel Einsatz, Energie und fester Glaube an den Erfolg zu diesem grossartigen Ergebnis geführt haben. Ein Teamwork par excellence!

Urs Büchi, Präsident der Baukommission, und weitere Mitglieder dieser Kommission führten Interessierte durch die Hütte, zeigten die neugestalteten Räume und erklärten die vielen durchdachten gestalterischen und technischen Detail wie z. B. der Energie- und Wasserversorgung, der Logistik oder der Kläranlage.

Eine Delegation der SAC Sektion St. Gallen mit Präsidentin Ruth Kulcsar und Adrian Rufener konnten sich vor Ort persönlich davon überzeugen, dass die Hütte bei der SAC Sektion Davos in guten Händen ist. Die Sektion St. Gallen hatte 1928 die Grialetsch-Hütte gebaut, damals mit  grosszügiger Unterstützung von Otto Fischbacher, einem bekannten Textilunternehmer. Im Oktober 2018 hat die SAC Sektion Davos die Hütte mit der Absicht übernommen, in eine Gesamterneuerung zu investieren und dabei die unverkennbaren Grundstrukturen zu erhalten. Mit den konzeptionellen Grundlagen bis auf Stufe Baubewilligung der Architektinnen Madlaina Sutter und Sabine Bohren-Schaub sowie der aufwändigen Ausführungsplanung und Bauleitung durch Martin Stöhr ist dies wahrhaftig bestens geglückt.

Es lohnt sich, bei einem Tagesausflug oder einer Bergtour mit Übernachtung die Vorzüge dieser schön gestalteten Berghütte selber zu erleben. Wer es gemütlicher nehmen will, kann sich in Ruhe Impressionen von der ganzen Bauzeit über den Blog auf den Websites www.sac-davos.ch oder www.grialetsch.ch anschauen.

Endspurt der Projektfinanzierung Grialetsch-Hütte SAC

In nur 5 Monaten konnte das Bauprojekt «Grialetsch 2021» zwischen Mitte Mai und Mitte Oktober ohne Zwischenfälle und auf den Tag genau im Bauprogramm umgesetzt werden. Ein funktionaler Anbau konnte realisiert werden und in der bestehenden Hütte wurde eine umfassende Sanierung vorgenommen. Die Baukosten von rund 3,3 Millionen Franken konnte eingehalten werden (Stand September 2021).

Überraschungen hinsichtlich Baukosten sind bisher keine aufgetreten. Die Umsetzung von Brandschutzvorgaben, welche in diesem Umfang nicht geplant waren und erst kurz vor Baubeginn bekannt wurden, führten jedoch zu erheblichen Mehrkosten. Auch die Kosten für das Container-Dorf vor Ort fielen höher als geplant aus. Zudem musste im künftigen Winterraum (bisher Lärchenstube) sowie im neuen Gastraum (bisher Hüttenwartküche) der Bodenaufbau umfassend erneuert werden, da die Holzbalken morsch waren. Ebenfalls nicht geplant war die gründliche Erneuerung der Innenisolation im Bereich der Gaststube. Erst im Verlauf der Bauarbeiten wurden erhebliche Kondensschäden festgestellt.

Die SAC Sektion Davos ist ausserordentlich stark gefordert, die Finanzierung und künftige Refinanzierung (Amortisation des Fremdkapitals) sicherzustellen. Kurzfristig müssen nochmals rund 100‘000 Franken beschafft werden.

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